Spürnasen im Landkreis

Spürnasen im Landkreis

Die Rettungshundestaffel trainiert zweimal die Woche, um für den Ernstfall gewappnet zu sein

Rettungshundeteam
Rettungshundeführerin Nadja Schulz-Hoesen mit ihrer Labradorhündin Harley.

Mats Vogt – Hamme Report Sonntag, 18.Oktober 2020

Quelle: https://weserreport.de/archiv/?ausgabe=HAM&datum=2020-10-18&apage=

Wenn ein Mensch vermisst wird, kommen sie zum Einsatz: Die Spürnasen der Ret- tungshundestaffel im Landkreis Osterholz. Gegründet im Jahr 2008 hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Rettungshunde und Ret- tungshundeführer für die Suche nach vermissten Personen auszubilden und einzusetzen.

Rettungshunde sind Hunde, die nach einer speziellen Ausbildung in der Lage sind Personen zu suchen und zu retten. Alle Hunde sind in erster Linie Familienhunde, welche zusammen mit ihren Hal- tern im Verein ehrenamtlich tätig sind. „Wir haben derzeit 35 Mitglieder, zwölf geprüfte Rettungshunde und neun Hunde, die sich in der Ausbildung befinden“, berichtet Martin Schulz-Hoesen. Der Worpsweder ist zusammen mit seiner Frau Nadja Schulz-Hoesen eh- renamtlich bei der Rettungshun- destaffel tätig. „Ich bin für die Einsatzleitung zuständig und meine Frau ist Rettungshundeführerin“, so Schulz-Hoesen weiter.

Die Rettungshundestaffel Osterholz bildet die Hunde in den Bereichen Flächensuche und Mantrailing aus. Beim Mantrailing lernt der Hund anhand eines Geruchs- artikels eine vermisste Person zu finden. Dabei führt er an Leine undGeschirrseinenMenschenzu der vermissten Person. In der Flä- chensuche läuft der Hund frei und sucht unter anderem Waldgebiete oder Gebäude selbstständig nach jeglichem menschlichen Geruch ab. Hat er eine vermisste Person gefunden, so zeigt er dies seinem Hundeführer an. „Der Hund kann dabei unterscheiden, welche Per- son sich in einer misslichen Situation befindet, oder wer einfach nur zum Pilzesuchen im Wald unterwegs ist“, sagt Schulz-Hoesen.

Beim Training soll der Spaß für Mensch und Hund im Vordergrund stehen. Jedoch wird auf die spätere Einsatzfähigkeit des Mensch- Hund-Teams hin trainiert. Etwa zwei Jahre dauert die Ausbildung zum Rettungshund. In dieser Zeit lernt der Hund die verschiedenen Gerüche einzuordnen und Menschen zuverlässig zu suchen und dem Rettungshundeführer anzu- zeigen. Doch auch der Rettungshundeführer muss ausgebildet werden. Er wird regelmäßig in den Themen Erste Hilfe, Karte/Kom- pass, Funk und alles rund um den Hund geschult. Alle zwei Jahre muss ein Rettungshundeteam in die Wiederholungsprüfung, um seine Einsatzfähigkeit bescheinigt zu bekommen.

Bei bisher 26 Einsätzen in 2020 konnte die Rettungshundestaffel in diesem Jahr die Polizei im Land- kreis Osterholz, Bremen und Nie- dersachen unterstützen. Die Ret- tungshundestaffel steht Tag und Nacht an 365 Tagen im Jahr ehren- amtlich zur Verfügung, um ver- misste und in Not geratene Perso- nen zu suchen und zu finden. Im Notfall kann die Staffel über Polizei und Rettungsdienst angefordert werden.

Die Rettungshundestaffel trainiert zweimal die Woche, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Trainiert wird jeden Mittwoch und im Wechsel jeden Sonnabend und Sonntag. „Wer Interesse hat, kann sich gerne für ein Schnuppertraining anmelden“, so Schulz-Hoesen.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Homepage rettungshunde-ohz.depage1image26240768page1image26240960page1image26241152

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Jaqueline Reinke zusammen mit Hund Ben im Einsatz.

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